Die Kraft der Gedanken

Vom Gedanken zum Gefühl und die Auswirkungen im Alltag

 

„Gedanken sind die kleinste selbstständige Einheit des Denkerlebnisses“ sagte Karl Bühler, Denk-und Sprachpsychologe. Sie können von einer Vielzahl psychopathologischer Prozesse betroffen sein sowie psychische Störungen auslösen, aufrechterhalten oder verbessern.

 

Was kann das nun für unser individuelles und ganz alltägliches Leben bedeuten, mit all seinen Ängsten, Bedenken, Ärgernissen und (Ver-) stimmungen?

 

Gedanken kommen und gehen und wir beachten sie kaum. Jedoch kommen und gehen sie nicht einfach so, sondern werden oft unbewusst von uns wahrgenommen und haben somit Einfluss auf die Entstehung unserer Gefühle.

Wenn wir uns ängstliche, ärgerliche, deprimierte oder hoffnungsvolle Gedanken machen, dann fühlen wir uns auch ängstlich, ärgerlich, deprimiert oder hoffnungsvoll.

 

Unsere Gedanken haben auch einen großen Einfluss auf unseren Körper. Stellen Sie sich doch einmal vor Sie beißen in eine reife, gelbe und saftige Zitrone. Bei dem Gedanken daran werden Sie sicherlich das Gesicht verziehen und vermehrt Speichel produzieren. Oder beachten Sie Ihren Herzschlag, wenn Sie sich vor Spinnen fürchten und Sie daran denken wie ein besonders großes Exemplar auf Sie zuläuft. An diesen Beispielen können wir die Kraft der Gedanken erkennen.

 

Ebenso haben sie Auswirkungen auf unsere Körperhaltung  und -sprache.

Kennen sie das, dass Sie oft gekränkt sind oder Kritik von anderen Sie ärgert oder Ihnen gar auf den Magen schlägt? Oder haben Sie automatisch Schuldgefühle, wenn sie jemandem eine Bitte abschlagen? Sind Sie manchmal traurig ohne ersichtlichen Grund?  Dann kennen Sie die Kraft der Gedanken.

 

Es gibt Strategien, unsere gelernten Denkmuster und automatischen Gedanken aufzuspüren, umzustrukturieren und somit etwas mehr Zufriedenheit in unser Leben zu bringen.

 

 

Bettina Bertram

(Heilpraktikerin für Psychotherapie)

Artikel im Blauen Blatt Leopoldshöhe, April 2016